Chiang Mai, Chrisi, Reisen, Südostasien, Thailand

Mit dem Moped in den Dschungel

6. Jänner 2017

Nach einem eher ruhigen Tag, an dem wir uns ein paar Tempel in der Altstadt von Chiang Mai angesehen hatten, waren Julia und ich heute wieder für größere Tagen bereit. Gleich nach dem Frühstück in unserer neuen Unterkunft gingen wir zu einem Motorradverleih nebenan und mieteten uns ein schickes Moped für unseren heutigen Ausflug. Unser Ziel war der Wat Phra That Doi Suthep Ratcha Warawihan Tempel in den nahe gelegenen Bergen. Bei leicht bewölktem Wetter schwangen wir uns auf unseren benzinfressenden Gaul und tauchten ein in den thailändischen Stadtverkehr.

Das mag ja jetzt auf den ersten Blick beängstigend wirken, aber von der Gelassenheit und Voraussicht, die die Verkehrsteilnehmer hier aufbringen, kann man bei uns zu Hause nur träumen. Gehupe und Gedrängel, wie das in Österreich des Öfteren vorkommt, sucht man hier vergebens. Der Verkehr ist zugegebenermaßen etwas „chaotisch“. Gerade durch die vielen Mopedfahrer die in feinster Marcel Hirscher Manier durch die Autos Slalom fahren merkt man, dass man nicht auf heimischen Straßen unterwegs ist.

Nach ca. 15 – 20 Minuten kamen wir dann an die Stadtgrenze von Chiang Mai und der Verkehr wurde viel ruhiger. Gleich nach dem Chiang Mai Zoo gewann die Straße deutlich an Steigung und Kurvigkeit. Das Mopedfahren machte auf dieser Strecke richtig Spaß. Je weiter wir jedoch auf den Berg hinauffuhren, umso dichter wurde auch leider der Nebel, der uns den Ausblick auf Chiang Mai unmöglich machte. Wir machten kurz Halt an einem Aussichtspunkt, mehr als Grau konnten wir aber leider nicht sehen.

Kurze Zeit später kamen wir an unserm Ziel an. So ruhig und gemütlich die Fahrt zum Temple auch war, mit der Ruhe hatte es jetzt ein Ende. Der Tempel scheint ein richtiger Touristenmagnet zu sein. Hunderte Menschen machten sich bereit, die paar hundert Stufen zum Tempel hinauf zu erklimmen und ein paar hundert andere warteten beim Lift auf die gemütliche Variante. Wir mischten uns in die Völkerwanderung und nach wenigen Minuten standen wir auch schon am Eingang zum Tempel. Schnell noch ein Ticket um 30 Baht gekauft, gelangen wir auch schon ins Innere der Tempelanlage. Zuerst wanderten wir rund um den Haupttempel, von hier aus hätte man bestimmt einen Hammer Ausblick auf Chiang Mai gehabt. Mit dem Wetter bei Ausflügen in die Berge haben wir ja nicht immer Glück, das erinnerte uns irgendwie an die Wanderung in Neuseeland. Nach der Tempelumrundung zogen wir uns unsere Schuhe aus und marschierten barfuß in den Tempel hinein. Gold wohin man blickt … echt schön diese Tempelanlagen. Wie es der Zufall dann auch noch wollte, begann es zu regnen. Wir beschlossen wieder zu fahren um uns die am Weg liegenden Wasserfälle anzusehen.

Wie liefen also wieder runter zu unserem Moped und fuhren wieder runter Richtung Chiang Mai. Kurze Zeit später waren wir am Eingang des Nationalparks angelangt, der uns eine kurze Wanderung zu Wasserfällen versprach. Nach einer kurzen Fahrt durch den Dschungel (die Straße zum Camp war richtig cool zum Fahren) erreichten wir das Camp des Nationalparks. Wir stellten unser Moped ab, gingen zum Eingang des Trails und marschierten los. Vom Regen bekamen wir im Dschungel nicht viel mit, durch den dichten Blätterwald kamen kaum Regentropfen am Boden an. Durch die vielen Stufen und das extrem feuchte Klima wurde der kurze Trip dann auch noch zur körperlichen Belastungsprobe. Nach ca. einer halben Stunde waren wir am Wasserfall angelangt. Nach einer kurzen Pause gingen wir aber wieder weiter, da wir schon nass bis auf die Untergatti waren. Nach ungefähr 200 Metern waren wir wieder im Camp und schwangen uns wieder auf unser Moped. Wieder in Chiang Mai angelangt, starteten wir die Vorbereitungen (also eigentlich nur Julia) für die am Wochenende stattfindende Chiang Mai Tattoo Convention, wie es uns dort ging, erzählt euch Julia die nächsten Tage.

Danke fürs Lesen,
Julia und Christian